Das unbekannte Raumluftgift

Das unbekannte Raumluft Gift     2. Feb 2018

Raumluft Schadstoffe aus elektronischen Geräten  

Verschwörungs- Theoretiker behaupten, unbekannt sei es gar nicht, wir dürfen es nur nicht wissen. Ungeachtet dessen schildere ich hier meine Erfahrungen.
Seit vielen Jahren leide ich an Raumluft Schadstoffen. In den letzten 4 Jahren habe ich umfangreiche Messungen gemacht. Daraus resultierten Gebäude Sanierungen, Entsorgen der Spanplatten Möbel und durch Metall-  und Glas Möbel ersetzen. Eine zentrale Lüftungsanlage für das Gebäude, und eine dezentrale Anlage im Schlafzimmer sorgen für Aussenluftzufuhr. Der ganze Aufwand beziffert sich auf ca. Fr. 60000. Er hat sich jedoch gelohnt, meine Gesundheit hat sich sehr stark verbessert, was auch die Laborwerte bestätigen.
Während 25 Jahren wohnte ich in einem Haus mit viel zu hoher Formaldehydkonzentration. Dadurch wurde ich geschädigt (sensibilisiert). Diverse Allergien wurden verstärkt, oder sogar ausgelöst. Dass ich damals mir Rauchen bereits Formaldehyd „konsumierte“, wusste ich nicht. Auf Elektrosmog bin ich nicht empfindlich möchte aber eine Wechselwirkung mit Raumluft Schadstoffen nicht ausschliessen.
Leider wird Formaldehyd immer noch in Gebäuden und Möbel verwendet. Die vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) erlassenen Grenzwerte sind immer noch viel zu hoch – Nulltoleranz ist die einzig akzeptable Lösung. Böse Zungen behaupten, das BAG würde seine Richtlinien den Bedürfnissen der Industrie anpassen, welche dieses Gift in ihren Produkten einsetzen. Wenn ich ihr Merkblatt mit früheren Ausgaben vergleiche scheinen mir diese bösen Zungen recht zu haben. Früher schrieb das BAG noch, Formaldehyd verstärke Allergien oder löse sie sogar aus. Heute heisst es: 

Wird Formaldehyd aus der Raumluft eingeatmet, so nehmen die Zellen der Nasen- und Rachenschleimhaut den Stoff auf und bauen ihn innert Minuten wieder ab. Demzufolge gelangt Formaldehyd nicht in die inneren Organe und seine Wirkung beschränkt sich auf die direkt der Luft ausgesetzten Gewebe.

Auch elektronische Geräte geben eindeutig Gase ab.

Diese Gase reizen Augen und Haut. Inzwischen sind diese Reizungen für mich wichtige Indikatoren. Wenn ich diese rechtzeitig erkenne und mit geeigneten Massnahmen reagiere, bleiben mir Spitalaufenthalte erspart. Im Moment besteht noch eine Neurodermitis, welche möglicherweise immer noch mit Raumluftschadstoffen im Zusammenhang steht. Die CPAP Therapie ( Luftzufuhr über eine Maske, gegen nächtliche Atemstillständ) vertrage ich nicht mehr, da diese die Haut reizt -  höchstwahrscheinlich durch Gase aus der Elektronik des CPAP Gerätes, welche in die Atmungsluft eindringen.
Im Gegensatz zu Formaldehyd bin ich nicht in der Lage, Gase aus der Elektronik messtechnisch zu erfassen.
Leider werden diese Probleme weder von den Ärzten, noch vom BAG ernst genommen. In Gesprächen mit anderen Menschen gelange ich zur Gewissheit, dass viele Menschen unter diesen Schadstoffen leiden, aber die Zusammenhänge nicht erkennen.
Da Greenpeace gemäss ihrer Internet Seite:
• Schutz vor chemischer Verseuchung anstrebt,
• Diese Probleme ins öffentliche Bewusstsein bringen will,
• Lösungen für Umweltprobleme aufzeigen will,
Habe ich mich entschieden Greenpeace auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Leider interessierte sie dieses Problem nicht.

Mögliche Quellen schädlicher Gase in Elektronik
• Elektrolyt Kondensatoren. Sie sind in Aluminium Becher verpackt. Aluminium hat einen hohen Temperaturkoeffizient. Beim Erwärmen und abkühlen, können durch die Volumenveränderung Gase austreten. Durch Austrocknen verlieren sie während Jahren an Kapazität, und sind oft die Ursache, dass ein  Gerät nicht mehr funktioniert. Bisher ist mir noch nicht bekannt, aus was der Elektrolyt besteht. Beim Tantal Elektrolyt Kondensator ist es Schwefelsäure.
• Das Lötflussmittel Kolophonium ist ein bekanntes Allergen. Es wird vorwiegend aus dem Harz von Fichten gewonnen. Harzhaltige Hölzer enthalten natürliches Formaldehyd.  Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit meiner Überempfindlichkeit auf Formaldehyd und auf Gase aus Elektronik.
• Die Leiterplatte besteht aus Kunststoff, welcher mit Fasern armiert ist. Oft enthält sie eine Schutzlackierung, oder Rückstände der verwendeten Reinigungs- Chemie.
• Transistoren sind oft in Kunststoff Gehäusen untergebracht. Sie können im Betrieb sehr heiss werden.  Alternativ gibt es Metallgehäuse.
• Integrierte Schaltungen sind oft in Plastikgehäusen untergebracht. Auch sie können im Betrieb sehr heiss werden.  Alternativ gibt es Keramik Gehäuse.
• Lackierte Wicklungen von Spulen und Transformatoren.
• In elektronischen Schaltungen wird zum Teil auch Kobalt verwendet.
• Einweg Batterien wie: Kohle/Zink, Alkalie, Lithium Zellen (Stützbatterien).
• Wiederaufladbare wie: NiCd, NiMh, LiPo, Lithium Ionen, Lithium Polymer.

Praktisch in jedem Haushalt gibt es unzählige elektronische Geräte: TV, Stereo Anlage, Küchenwaage, Personenwaage, Wanduhren, Radiowecker, Telefone, Thermometer, Wetterstationen etc. Ich habe bisher ca. 40 Geräte aus dem Wohnraum entfernt.
Unzählige Beschwerden brachten mich vor ca. 13 Jahren buchstäblich zur Verzweiflung, so dass der Arzt mich in eine Schmerzklinik einwies. Diese Symptom Bekämpfung hat mir zwar gut getan, aber das Problem nicht gelöst. Dank meinen Sanierungen habe ich mit meinen 75 Jahren nur noch kleinere Beschwerden, welche ich ertragen kann.
Folgende Allergien wurden bei mir diagnostiziert:
• Kobalt (II)-chlorid
• Kaliumdichromat
• Nickelsulfat X6H2O
• Haselnusspollen (War früher ein gravierendes Problem, bemerke ich jedoch seit meinen Sanierungen nicht mehr, wird aber im Pricktest noch festgestellt).
• Kolophonium (Aus elektronischen Schaltungen) müsste noch untersucht werden.

Erreichte gesundheitliche Verbesserungen, durch meine Sanierungen:
• Halsweh, Husten sind kaum noch existent.
• Lungenentzündungen habe ich keine mehr.
• Darmdivertikulitis Schübe auch keine mehr.
• Die chronische Gastritis ist am abklingen. Die Intervalle von Vitamin B12 Spritzen konnten bereits verlängert werden und können möglicherweis bald ganz weggelassen werden.
• Über Jahrzehnte waren Rückenschmerzen mein Dauerthema.

Viele Menschen sind immer wieder in ärztlicher Behandlung, kennen aber die Zusammenhänge mit Raumluftschadstoffen nicht. Fachleute geben der vermeintlichen Krankheit einfach einen Namen – z.B. Sick building Syndrom, oder MCS (multiple chemical Sensitivity). Nun hat der Patient ja eine Diagnose, damit soll er sich halt abfinden. Ich bin überzeugt, dass Formaldehyd und Gase aus Elektronik den Hauptanteil schädlicher Gase ausmachen.
Wenn das Problem der Schadstoffe, welche elektronische Geräte ausstossen erkannt und gelöst würde, könnten wir viel Leiden ersparen und die Gesundheitskosten massiv senken.


Leider verlief meine Suche nach kompetenten Fachleuten, welche diese Problematik ernst nehmen erfolglos. Wenn die Quelle der Schadstoffe erkannt würde, gäbe es bestimmt unschädlichen Ersatz. Dies könnte für die Industrie auch eine Chance sein.